Ey Digga, was geht?

Ich sitze im Linienbus von Oldenburg in Holstein nach Kiel.

42 Haltestellen liegen vor mir.

Nach einigen Stationen steigen ein paar junge Erwachsene ein. In Partylaune. Puh, jetzt ist es vorbei mit der Ruhe. Ich habe meinen Platz ja extra im hinteren Teil des Busses gewählt. Mir fällt ein: ja klar, da sitzen junge Leute am liebsten. Das war dann wohl nix.

Mein Koffer liegt auf zwei leeren Sitzen auf der anderen Seite des Gangs. Ich will ihn zu mir nehmen, um einem der jungen Männer Platz zu machen. Höflich fragt er mich, ob er den Koffer bei sich auf den Nebensitz stellen soll. Das ist ungewöhnlich freundlich. Wie nett! Ich lehne aber dankend ab und nehme den Koffer zu mir rüber.

Die Jungs unterhalten sich angeregt:
„Ey Digga, was geht? “ „Digga, was stellst du Fragen?“
„Bruder, ich hab so kein Bock.“ „Was laberst du.“ „Ey Digga, chill mal. Das wird mega!“
„Das ist Frage von Mentalität, Bro.“ „Brauchst du nicht, Bruder.“

So geht es munter hin und her. Es macht mir Spaß zuzuhören, ist witzig, frisch und jung. Sie sind locker drauf. Das tut gut, wenn auch mancher heftige Grammatik-„Schnitzer“ mit dabei ist.

Macht aber nichts, sie haben Spaß miteinander
– und ich schmunzele in mich hinein.

Anmeldung zum Newsletter:

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen